As a part of the REGIONALE12 project "breed, migrate, stray", the conceptual work "archive for breed observation" focus on the nesting behavior of the resident people in St. Lambrecht in Styria, Austria.
The everyday life and the life habits of the town St. Lambrecht were interviewed over several months. What the archive created, was an individual, homely insight into private life structures and a collective portrait of the town.
The residents were called to lend, for the duration of a month, a curtain from their household to the archive as a sign of openness.
The curtain as an interface between the private and the public space, is both, functional use of objects in everyday life, on the other hand an individual design element, as well as a town appearance influential detail. And - taken out all of these contexts - the curtain provides a medium for personal everyday life-paradigm. At the same time, the abdication of the curtain as a personal protective element and the exhibition of them as objects, provides the possibility to clear the prejudice about the reticence of village life and opens glimpses into the private.
In addition to the curtains, concrete insights into the rooms of residents are shown in a slide-projection in the exhibition. From the perspective of the curtains a series of slides show the specific nesting behavior of individual households and invites one in this way to reconstruct the reality of the residents.
From all the posted curtains, a collective tone has been generated, so to speak for the community. For the exhibition opening, the facade of the "archive for breed observation" was covered with a 6x8 meter fabric shade in this collective tone.
From all the individual objects, a new whole was created and stands for a common appearance for a culture-open region.



|Als Teil des REGIONALE12 Projekts “nisten, ziehen, irren” beschäftigt sich das Archiv für Nistbeobachtungen mit dem “Nistverhalten” der Bewohner/innen St. Lambrechts.
Begegnungen mit dem Alltag und den Lebensgewohnheiten der Region Murau und dem Ort St. Lambrecht wurden vom Archiv über mehrere Monate befragt und aufgezeichnet. Was das Archiv letztlich kreiert ist ein individueller, häuslicher Einblick in private Lebensstrukturen und ein kollektives Portrait der Marktgemeinde St. Lambrecht.
Die Bewohner/innen wurden dazu aufgerufen, für die Dauer eines Monats, einen Vorhang aus ihrem Haushalt an das Archiv zu verleihen um damit ein Zeichen der Of- fenheit zu setzen.
Der Vorhang als Symbolträger, als Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichen Raum ist einerseits funktionales Gebrauchsobjekt im alltäglichen Lebensraum, andererseits ein individuelles Gestaltungselement, sowie ein Ortsbild mitbestimmendes Detail, und - aus all diesen Kontexten gerissen - ein Medium um persönliche Alltagsmodelle darzustellen. Gleichzeitig bietet der Verzicht und die Ausstellung des Vorhangs als Objekt die Möglichkeit, das Vorurteil der Verschlossenheit des Dorflebens aufzuheben und Einblicke in das Private zu gewähren.
Neben den Vorhängen werden im Archiv auch konkrete Einblicke in die Räume der Bewohner/innen gegeben. Aus der Perspektive der Vorhänge zeigt eine Serie von Dias das konkrete Nistverhalten einzelner Haushalte und lädt auf diese Weise ein, die Leb- enswelten der Lambrechter/innen zu rekonstruieren.
Aus allen abgegebenen Vorhängen wurde ein Farbton generiert, ein kollektiver Farbton sozusagen. Zum Schwerpunktwochenende wird schließlich die Fassade des Archivs für Nistbeobachtungen mit einem Stoff in diesem kollektiven Farbton, verhüllt.
Aus allen individuellen Objekten entsteht ein neues Ganzes und steht somit für ein gemeinsames Erscheinungsbild für eine kulturoffene Region.|